Regeln und Kosten
Internet
Es sollte möglichst eine tägliche oder wöchentliche Maximalzeit vereinbart werden, die Ihr Sohn, Ihre Tochter fürs Internet nutzen kann (Fachleute empfehlen zwischen 10–13 Jahren maximal eine Stunde täglich an Medienkonsum). Hilfreich kann dabei ein Kurzzeitwecker in unmittelbarer Nähe des Computers sein, der daran erinnert, dass die Zeit nun abgelaufen ist. Sollte trotz Vereinbarung und mehrmaliger Erinnerung die Zeit nicht eingehalten werden, ist es wichtig, dass Konsequenzen folgen: Zum Beispiel die Beschränkung der Zeit an den darauf folgenden Tagen. Im Notfall kann sowohl am Smartphone, am Computer als auch am Fernseher eine Sperre eingerichtet werden, die die Zeit automatisch begrenzt.
Persönliches wie der eigene Name, die Adresse, Telefon- oder Handynummer sollte nur nach Rücksprache mit den Eltern bekannt gegeben werden. Es sollten keine Anhänge von E-Mails, deren AbsenderInnen man nicht kennt, geöffnet werden. Passwörter sollten geheim gehalten werden.
Vereinbaren Sie, dass Ihre Tochter, Ihr Sohn mit Ihnen darüber spricht, wenn sie/er im Internet ausgefragt wird oder auf Inhalte stößt, bei denen sie/er sich unwohl fühlt. Und ganz besonders, wenn sie/er das Gefühl hat, von anderen schikaniert zu werden.
Jugendliche sollten keinen Unfug mit den Daten von anderen machen – Fotos oder Handy-Filme sind im Internet schnell für immer im Umlauf. Ebenso sollten sie vorsichtig mit der Preisgabe eigener Fotos sein. Vielleicht mögen sie die Bilder in ein paar Jahren nicht mehr sehen oder sie können ihnen im privaten oder beruflichen Leben schaden.
Nicht alles im Internet kann legal herunter geladen, getauscht oder verwendet werden. Wird dies trotzdem gemacht, handelt es sich dabei um eine Straftat und diese kann belangt werden. Deshalb sollte die Vereinbarung auch Regeln in Bezug auf das Herunterladen von Dateien, die Verwendung von Bildmaterial, Filmen und Liedern sowie die Nutzung von Chats und Foren betreffen.
Der Kauf von Produkten über das Internet muss auf jeden Fall mit den Eltern besprochen werden. Hohe Preise oder Versandkosten können sonst leicht die Freude am Kauf verderben.
Smartphone
Auch im Umgang mit dem Handy sollten Regeln vorgegeben und vereinbart werden:
- zum Beispiel, wann das Kind für die Eltern erreichbar sein muss,
- wann das Handy ausgeschaltet wird (zum Beispiel während des Essens oder in der Nacht),
- wann Anrufe nicht angenommen werden dürfen (zum Beispiel während Gesprächen) usw.
Ein Handy vermittelt häufig sowohl den Eltern als auch dem Kind Sicherheit: Die Eltern haben das Gefühl, das Kind besser im Blick zu haben, die Kinder, in Notsituationen schnell jemanden zu Hilfe holen zu können. Dies stimmt zum Teil, es sollte auch darüber gesprochen werden, dass ein Handy nicht in jeder Situation wirklich schützen kann. Anders als das Festnetztelefon kann das Handy fast überall verwendet werden. Dadurch können Eltern viel schwieriger kontrollieren, wann und mit wem die Jugendlichen telefonieren.
Die Kosten im Griff
Zahlreiche Mütter und Väter klagen über hohe Kosten für die Handynutzung. Viele Jugendliche wissen nicht darüber Bescheid.
- Ein Wertkartenhandy, vom Taschengeld finanziert oder von den Eltern bis zu einem bestimmten Betrag bezuschusst, ermöglicht es der/dem Jugendlichen, die Ausgaben nachzuvollziehen.
- Handys sollten nicht unbeaufsichtigt herumliegen und möglichst nur in Notfällen von anderen verwendet werden.
- Zahlreiche Anbieter werben für Klingeltöne, Apps, Spiele und dergleichen. Oft wird allerdings nicht erwähnt, dass es sich bei den Angeboten um keinen einmaligen Kauf, sondern um ein Abonnement handelt, für welches regelmäßige Zahlungen anfallen können. Deshalb sollten Verträge vor der Unterschrift sehr aufmerksam gelesen werden.