Kann man Elternsein lernen?
Tipps für die Partnerschaft und Elternschaft aus dem 1. Elternbrief Schwangerschaft und Geburt
Schon in frühen Jahren ahmen Kinder ihre Eltern nach. Wenn die Kleinen ihre Puppen und Haustiere versorgen oder Mutter und Vater spielen, sind das schon erste Übungen, um sich auf das Muttersein oder Vatersein vorzubereiten. Dabei entwickeln sich die in uns allen angelegten elterlichen Fähigkeiten.
Alle Menschen wissen ganz selbstverständlich, wie sie die Grundbedürfnisse eines Babys befriedigen können – das gilt natürlich auch für Männer. Auch Erwachsene, die wenig mit Babys zu tun haben, fühlen sich für einen weinenden Säugling instinktiv verantwortlich.
Sie haben das Gefühl, das Baby beruhigen und beschützen zu müssen, wenn seine Eltern nicht in unmittelbarer Nähe sind. Diese angeborenen Fähigkeiten verbinden sich mit den Erfahrungen, die ein Kind in seiner Familie macht: Es schaut sich schon ganz früh von seiner Mutter und seinem Vater ab, wie diese mit Kindern umgehen. So entwickelt sich das Grundgerüst der Mutter- und Vaterrolle, bis es zum Einsatz kommt. Im Laufe der Jahre kommen persönliche Einstellungen und Erlebnisse dazu – richtig los geht’s dann, wenn die eigenen Kinder da sind. In der Zwischenzeit werden diese elterlichen Fähigkeiten häufig mit Patenkindern, Nichten, Neffen und Nachbar-Babys gelebt.
Vorbereitung auf das Elternsein: Geburtsvorbereitungskurse
Ein Geburtsvorbereitungskurs macht Spaß, gibt Sicherheit und bietet Gelegenheit, andere werdende Mütter und Väter kennen zu lernen. Ob allein, mit Ihrem Partner oder einer Freundin: Durch Atem- und Körperwahrnehmungsübungen, Entspannungstechniken und viele Informationen zur Babypflege, zum Stillen und vielem mehr bereitet dieser Kurs auf die Geburt und die erste Zeit mit dem Baby vor.