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Bewegung, Schlaf und Musik

Bewegung als Ventil 

Immer wieder klagen Eltern, dass ihre Kinder sich kaum bewegen. „Die Jugendlichen von heute sitzen ja nur mehr vor dem Smartphone, Fernsehen oder dem Computer!“, hört man oft. Doch das ist nur die eine Seite der Medaille. Auf der anderen Seite haben sich die Spielflächen und Bewegungsräume von Kindern und Jugendlichen deutlich verkleinert. 

Konnten Kinder noch vor einigen Jahrzehnten relativ ungefährdet auf den Straßen und freien Plätzen des eigenen Stadtteils oder Dorfes spielen, ist dies heute kaum mehr so: Viele freie Flächen sind inzwischen verbaut, und der Straßenverkehr macht den Aufenthalt gefährlich. Damit geht Jugendlichen ein wichtiger Lernort verloren. 

Um sich doch irgendwo so richtig austoben zu können, betreiben immer mehr Teenager Sport: zum Beispiel Turnen, Schwimmen, Laufen, Radfahren, Handball, Fußball, Tischtennis, Tennis, Skaten, Kegeln, Badminton und vieles mehr. Bewegung und Sport sind für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen wichtig. 

Sie verbessern die Beweglichkeit und damit die Beherrschung des Körpers. Außerdem hebt Bewegung die Stimmung, fördert die Konzentration, senkt die Nervosität und bringt eine bestimmte Regelmäßigkeit in diese Zeit der gefühlsmäßigen und körperlichen Veränderungen. Auch lernt man sich und seine Fähigkeiten und Grenzen besser kennen und, besonders bei Gruppensportarten, den Umgang mit anderen sowie mit Siegen und Niederlagen.

Ausreichend Schlaf

Ein ungestörter, regelmäßiger und ausreichender Nachtschlaf ist für Kinder und Jugendliche von wesentlicher Bedeutung für ihre Gesundheit, ihre Lernfähigkeit und ihr Wachstum. Kinder und Jugendliche wachsen im Schlaf: 

Im Tiefschlaf wird das Wachstumshormon produziert. Bei Erwachsenen regt es die Bildung neuer Körperzellen an. Bei Kindern und Jugendlichen lässt es jedes Organ und jeden Körperteil Nacht für Nacht einen winzigen, fein abgestimmten Teil wachsen. Deshalb ist es wichtig, dass sie zu regelmäßigen Zeiten schlafen gehen und viel Tiefschlaf abbekommen. 

Ganz gleich, was die Jugendlichen am Tag gesehen, gehört, gelernt oder erfahren haben, ob bewusst oder unbewusst, im Schlaf wird alles noch einmal verarbeitet. Deshalb macht es auch Sinn, kurz vor dem Einschlafen noch die wichtigsten Dinge zu wiederholen, die man lernen möchte: Sie werden besonders gut gespeichert, wenn man sich anschließend ruhig in den Schlaf sinken lässt. 

Schlafen unterstützt auch die Abwehrkräfte: Wenn Kinder und Jugendliche ausreichend schlafen, kann sich ihr Immunsystem gut regenerieren. 

Zu wenig Schlaf kann erheblichen Einfluss auf Heranwachsende haben. Sie können dann bei Tag müde und unausgeglichen sein, ihre Aufmerksamkeit lässt schneller nach, sie sind öfter nervös oder ängstlich.

Vorsicht vor zu lauter Musik

Es ist unser empfindlichstes Sinnesorgan, ein faszinierendes, hoch kompliziertes System: unser Ohr. Es kann nicht nur die sprichwörtliche Stecknadel hören, die irgendwo zu Boden fällt, es hält auch den Lärm eines startenden Düsenjets aus. 

Ein intaktes Gehör bereichert das Leben, macht es ereignisreicher und vor allem auch sicherer. Es ist Tag und Nacht aktiv. In den vergangenen Jahren hat allerdings die Lärm-Schwerhörigkeit bei Jugendlichen zugenommen. Hauptursache dafür ist der Freizeitlärm: Vor allem das laute Musik-Hören mit Kopfhörern oder Besuche von Konzerten und Diskotheken mit sehr hohem Lärmpegel können das Gehör schädigen.