Krise, Trennung und Scheidung
Gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen stellen Familien vor große Herausforderungen. Diese belasten oft auch die Paarbeziehung und können zu Beziehungskrisen führen. Diese können manchmal in einer Trennung oder Scheidung enden. Eine Trennung ist für alle Beteiligten schwierig. Für die Kinder ist diese Zeit aber besonders schwer.
Wenn Partnerschaften in die Brüche gehen, gilt es nicht nur auf Beziehungsebene so umsichtig wie möglich umzugehen. Paare in Trennung tun auch gut daran, sich umfassend über alle rechtlichen Konsequenzen und Prozeduren ihres Schrittes zu informieren.
Ehen werden in Italien bekanntlich in zwei Schritten getrennt, da vor der Scheidung noch eine gerichtliche Trennung erfolgen muss. Beide Verfahren können auf einvernehmlichem oder strittigem Weg, also in einem weit langwierigeren und teureren Gerichtsverfahren vollzogen werden.
Für Paare mit Kindern sind bei Trennungen das Sorge- und Umgangsrecht, der Unterhalt und die Zuweisung der Familienwohnung zu regeln.
Auch nicht verheiratete Eltern können bei Gericht einen Trennungsantrag einreichen, um diese Fragen zum Wohl gemeinsamer Kinder zu regeln.
Bei verheirateten Paaren sind auch die vermögensrechtlichen Folgen von Trennung und Scheidung zu beachten – von einem möglichen Ehegattenunterhalt bis hin zum Anrecht auf eine Hinterbliebenenrente, Erbansprüche oder das Anrecht auf einen Teil der Abfertigung.
Um so gut wie möglich über ihre Rechte und Pflichten informiert zu sein, sollten sich Paare in Trennungssituationen aber möglichst frühzeitig rechtlichen Beistand suchen.
Informationen und Rechtsbeistand
Neben privaten Anwältinnen und Anwälten stehen für Informationen auch kostenlose Rechtsberatungsstellen in zahlreichen Institutionen wie Familienberatungsstellen, dem Frauenbüro, Männerberatungsstellen sowie mehreren Vereinen für Frauen und Familien bereit.