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Barrierefreies Spielen ermöglichen

02.10.2026, 08:50

Nationaler Tag zum Abbau architektonischer Barrieren am 4. Oktober – Barrierefreiheit kann auch am Spielplatz gelebt werden – Südtiroler Gemeinden zeigen Sensibilität fürs Thema

Barrierefreies Spielen, für Kinder mit und ohne Behinderungen, ist auf barrierefreien Spielplätzen mit unterschiedlichen Geräten möglich. Das Land Südtirol unterstützt die Gemeinden dabei. (Foto: LPA)
Barrierefreies Spielen, für Kinder mit und ohne Behinderungen, ist auf barrierefreien Spielplätzen mit unterschiedlichen Geräten möglich. Das Land Südtirol unterstützt die Gemeinden dabei. (Foto: LPA)

BOZEN (LPA). Am ersten Sonntag im Oktober finden in ganz Italien Aktionen statt, die auf die Bedeutung des Abbaus architektonischer Barrieren hinweist. Denn egal, ob ein zu hoher Bordstein, Treppen als einzige Möglichkeit Höhen zu überwinden oder eine schwer erreichbare, enge öffentliche Toilette: Beispiele für bauliche Hindernisse, die einem Menschen, der auf einen Rollator oder einen Rollstuhl angewiesen ist, ebenso wie für Eltern mit einem Kinderwagen schwer oder kaum erreichbar sind, gibt es auch in Südtirol viele. Beim so genannten "Fiaba Day" wird für den Abbau von architektonischen Hindernissen sensibilisiert. Auch das Land Südtirol beteiligt sich bereits seit vielen Jahren mit der Kampagne "Weniger Barrieren, mehr Lebensqualität" an der Aktion.

In diesem Jahr wird ein besonderer Fokus auf barrierefreies Spielen gelegt: Denn auch auf Spielplätzen sind Hürden zu finden, die es Kindern oder Eltern mit einer Behinderung erschweren unbeschwert den Spielplatz zu nutzen. "Barrierefreiheit betrifft alle Lebensbereiche, kommt allen Altersgruppen zugute und trägt wesentlich dazu bei, dass Inklusion gelingen kann. Ein barrierefreier Spielplatz ist für alle Familien ein Vorteil. Mehrere Südtiroler Gemeinden haben dies bereits erkannt, und bei Umbauten oder Neuerrichtungen barrierefrei nutzbare Geräte installiert. Diesen Weg wollen wir auch in Zukunft weiter unterstützen", sagt Soziallandesrätin Rosmarie Pamer.

Beispiele für barrierefreie Spielmöglichkeiten gebe es unter anderem in Lana und in Bozen: Im Video, das in den nächsten Tagen auf dem Youtube-Kanal des Landes und in den Sozialen Medien veröffentlicht wird, erzählt Vroni Rottensteiner, Geometerin in der Gemeinde Lana, davon, wie es zur Verwirklichung der barrierefreien Geräte am Spielplatz bei der Sportzone kam und was es für die Zukunft noch brauchen würde. Im Video zu sehen ist zudem der Spielplatz im Petrarcapark auf der Talferpromenade in Bozen.

Das technische Büro des Amtes für Menschen mit Behinderungen, das gemeinsam mit dem Amt für Öffentlichkeitsarbeit die Videos produziert hat, ist die zentrale Anlaufstelle für die Beratung zum barrierefreien Bauen. Beim Beratungsschalter über architektonische Hindernisse gibt es Auskunft zu gesetzlichen Bestimmungen, Tipps zum barrierefreien Bauen oder Lösungen für notwendige Anpassungsarbeiten zum Abbau der architektonischen Barrieren.

ck